Maker-Szene - Beginn einer Revolution?
In letzter Zeit entdecke ich immer mehr Maker-Projekte, die eine Marktlücke zu schliessen scheinen. Viele Maker bauen etwas, weil es das schlicht nicht zu kaufen gibt. Oder nicht in der gewünschen Qualität oder Funktionalität. Nicht immer ist das sofort zu erkennen, man liest es aber Oft aus dem Kontext oder der Einleitung.
Auch ich habe mit der ein oder anderen Bastelei für mich eine Marktlücke geschlossen (eigener Wecker, Fenster-Timer). Und vor kurzem hat einer meiner Mitarbeiter angekündigt, er denke darüber nach sich ein Handy selbst zu bauen weil Android und iOS ihm nicht gefallen.
Kann es sein, dass sich viele Maker-Projekte als Rebellion gegen die am Markt erhältlichen Produkte entpuppen? Ist der Boom der Maker-Szene eine Reaktion auf den Markt?
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Vor kurzem fiel mir eine Auto-Zeitschrift von 1977 in die Hände. Neben den heute lustig anmutenden Themen (ist der Opel Kadett besser als der Ford Taunus und was halten Sie von Stufenheck?) und der interessanten Werbung (viel Zigaretten und Tabak aber auch Platten- und Kassettenspieler etc) fällt auf, dass hier massiv Bildung betrieben wird. Es wird erklärt wie man einen Schaltplan liest. Wie man einfache Auto-Probleme selbst behebt (Zündkerzen reinigen, Ölfilter, Batterie wechseln etc). Sogar naturwissenschaftliche Themen werden angesprochen. Zu Motoren und Anlagen werden Diagramme und Skalen geliefert. Damit wären heutige Auto-Fans grösstenteils völlig überfordert. Warum macht man das nicht mehr?
Aktuell spiele ich viel mit Lasern und beim rumprobieren viel auf, dass Kristallgläser sehr schöne Muster an die Wand projizieren, wenn man den Laser hindurch sendet und das Glas dann langsam dreht. Auf Basis dieser Beobachtung habe ich das folgende Projekt gebaut. Mein neuer 3D-Drucker war natürlich hilfreich.
Wenn jemand auf Toilette war, möchte man danach gerne lüften. Klar, dass vor allem im Winter aber nach 10 Minuten auch wieder zu gemacht werden soll. Leider wurde das bei uns immer wieder vergessen. Da muß es doch eine tolle Lösung geben!
Tja, da freut man sich über die Nachricht, dass auch aus Deutschland mal eine Horror-Serie kommt und schon ist man enttäuscht.
In meinem beruflichen wie privaten Umfeld bemerke ich immer öfters eine extrem steigende Komplexität. Alles wird schwieriger, komplexer, schwerer zu durchschauen. Das ist nicht immer dem Thema direkt geschuldet, sondern auch den begleitenden Umständen und gesellschaftlichen Tendenzen. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass es sich alleine um meine persönliche Wahrnehmung handelt. Möglicherweise auch eine gewisse Müdigkeit gegenüber Neuem und Veränderung. Werde ich etwa alt?